Vielfalt
und Lebensfreude bedingen
einander in Waiblingen. Die „junge Stadt in alten
Mauern“ verfügt über eine
einzigartige Mischung von Jung und Alt, von vital-urbanem und doch auch
ländlich-erholsamen Lebens; eine Vielfalt der
Möglichkeiten und eine Vielfalt
der Lebensformen. Die Vielfalt Waiblingens zeigt sich in der Mischung
von
Handel, Gewerbe und Industrie ebenso wie im kulturellen Leben und den
sportlichen Aktivitäten. Und nicht zuletzt zeigt sich die
Vielfalt auch im Reiz
der unterschiedlichen Stadtteile und Ortschaften.
Der
Lebenswert dieser Stadt ist ihr
wahres Aushängeschild. Hier ist gut sein, gut leben, gut
arbeiten – diese
positive Botschaft kann als selbstbewusstes Profil der Stadt auch nach
außen
getragen werden, darf aber ebenso bei den Waiblinger
Bürgerinnen und Bürgern
als Bestätigung und weiterer Ansporn ihres Engagements
für ihre Stadt gelten.
Diese Stadt kann und darf stolz auf den hohen Lebenswert sein.
Der Erhalt und die weitere Stärkung dieses
Lebenswertgefühls
muss Grundlage der kommunalen Politik der Zukunft sein. Politik und
Verwaltung
können diese Vision fördern und gestalten. Doch es
sind die Waiblinger
Bürgerinnen und Bürger selbst, die sie
täglich neu mit Leben erfüllen.
Mehr
eigenverantwortliches Handeln der
Bürger und Bürgerinnen, die Anerkennung der
ehrenamtlichen Tätigkeit und eine
eigenständige, stärkere kommunale Selbstverwaltung
sind Zielvorstellungen für
eine lebendige Gesellschaft emanzipierter, mündiger
Bürger unter dem Motto
„Waiblingen Lebenswert“.
Die
Vielfalt und Eigenständigkeit der Ortsteile Waiblingens
und die Verwurzelung der dort wohnenden Bürgerinnen und
Bürger sind ebenfalls
ein Teil des Lebenswertgefühls dieser Stadt. Im Sinne der
Subsidiarität bilden
die Ortschaftsräte dort ein wichtiges Gremium zur
Willensbildung und der
Interessenvertretung gegenüber der Gesamtstadt. Niemand
weiß besser über die
Umstände in einem Ortsteil Bescheid, als die dort wohnenden
Bürgerinnen und
Bürger. Dies sollte jedoch keinesfalls in Gegensatz zu einem
die Ortschaften
und die Kernstadt verbindenden Gemeinsinn stehen. Die Verantwortung,
die man
auch als Teil für das Ganze trägt, darf trotz der
wünschenswerten Verwurzelung
und Willensbildung in den Ortschaften nicht übersehen werden.
Deshalb sind
„Insellösungen“ zu vermeiden und die
für die Gesamtbevölkerung vorteilhaftesten
Wege vorzuziehen. Ein Beispiel hierzu ist die gemeinsame Nutzung
kommunal
finanzierter Einrichtungen, Räume oder Sportstätten
auch über die Ortschaftsgrenzen
hinweg. Dieses entlastet den Haushalt nicht nur von Investitions- und
Folgekosten, sondern stärkt auch das
„Wir“-Gefühl aller Bürgerinnen
und Bürger
in Waiblingen.
Waiblingen,
06.04.2009
Effiziente Verwaltung
Fokussierung auf kommunale Kernaufgaben als Weg zu einer schlanken Verwaltung. Klare Zielsetzungen zur Personaleffizienz, Erschließung von Rationalisierungspotentialen und Auslagerung von Aufgaben an günstigere private Unternehmen. (mehr)
Kommunale Finanzpolitik
Fortlaufendes Controlling zur zielgenauen Umsetzung des Stadtentwicklungsplans. Antizyklische Ausgabenpolitik zur Förderung der heimischen Wirtschaft in Krisenzeiten, aber auch konsequenter Schuldenabbau in Zeiten sicherer Finanzausstattung. (mehr)
Kommunale Wirtschaftspolitik
Mittelstandsförderung zur Sicherung wohnortnaher Arbeitsplätze. Belebung der Innenstadt unter Einbeziehung von Bürgerschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Sicherung wohnortnaher Versorgung in allen Ortsteilen durch standortangepasste Raumplanung. (mehr)
Sicherheit auf kommunaler Ebene
„Hinsehen und Einmischen statt Wegschauen und Schweigen!“ Sicherheit und Kriminalprävention als bürgerschaftliche Herausforderung für die Gesamtheit der Gemeinde. Bekämpfung der Jugendkriminalität als besonderer Schwerpunkt. (mehr)
Energie und Umwelt
Ökologisch orientierte Marktwirtschaft für nachhaltige Wertschöpfung und lebenswertes Wohnumfeld. Kommunales Energiemanagement als Vorbild für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Stadtwerke mit Kundennähe statt Abhängigkeit von Großversorgern. (mehr)
Mobilitätspolitik
Kein „Nordost-Autobahnring“! Stattdessen eine schnell zu realisierende Nordostverbindung weitgehend auf vorhandenen Straßen und Priorität auf die Entlastung Hegnachs. Mehr Mittel für bedarfsgerechte Erhaltung und Sanierung der Verkehrswege. (mehr)
Gesundheit und medizinische Versorgung
Sicherung der wohnortnahen medizinischen Versorgung in allen Ortsteilen und in der Kernstadt. Eine schnelle und hochwertige Notarztversorgung muss auch nach Schließung des Krankenhauses Waiblingen gesichert bleiben. (mehr)
Baugebiete,
Altbaugebiete, Nachverdichtungen
Ausweitung des Baukindergelds auf alle Neubauflächen. Anpassung der Preise für städtische Baugrundstücke auf ein marktfähiges, attraktives Niveau. Vorrangige Aktivierung von Brachflächen und Baulücken. (mehr)
Sanierung öffentlicher Gebäude und Einrichtungen
Nachhaltige Planung statt punktuellem Aktionismus durch einen nach Prioritäten und Dringlichkeit gegliederten Sanierungskatalog. Kostenbewusstsein, Planungsgenauigkeit und Prozesscontrolling müssen verbessert werden. (mehr)
Bürgerbeteiligung und -mitwirkung; Bürgerrechte
Im Sinne der Subsidiarität ist eine Wahrnehmung örtlicher Interessen in Bürgerinitiativen, Stadtteilforen und „runden Tischen“ unbedingt wünschenswert. Direkte Demokratieelemente sollen verstärkt in die Kommunalpolitik einfließen. (mehr)
Gesellschaftspolitik im demographischen Wandel
Das Zusammenleben der Generationen unter dem Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme als Grundpfeiler der Gesellschaftspolitik. Der demographische Wandel als Chance für innovative Ideen und bürgerfreundliche Konzepte. (mehr)
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Echte Wahlfreiheit für Eltern bei frühkindlicher Betreuung. Schaffung eines den Umständen der sich stetig verändernden Arbeitswelt entsprechenden Betreuungszeitenangebots. Entwicklung der Ganz-tagesschulmodelle. (mehr)
Kindeswohl
Größtmögliche Transparenz in der Kinder- und Jugendbetreuung. Präventive Beratung und Fürsorge muss bereits vor einem Eingriff durch Jugend- bzw. Sozialamt stehen. Schutz und Kindeswohl als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. (mehr)
Seniorinnen und Senioren
Nutzen der Lebenserfahrung der Seniorinnen und Senioren als wichtige Know-How-Ressource zur Gestaltung und Fortentwicklung des Gemeinwesens. Entwicklung und Erhalt von Pflege- und Betreuungseinrichtungen in allen Ortschaften. (mehr)
Integration von Menschen mit Migrationshintergrund
„Leben miteinander statt nebeneinander.“ Bauliche und soziale Ghettosituationen müssen vermieden werden. Auch Frauen mit Migrationshintergrund sollen ermutigt sein, sich verstärkt in den politischen Dialog der Gesellschaft einzubringen. (mehr)
Bildung, Ausbildung, Weiterbildung
Sanierung der Bildungsstätten für ein angemessenes Lernumfeld als Voraussetzung zum schulischen Erfolg. Frühkindliche Bildung und Sprachförderung im Kindergarten schaffen gute Startbedingungen für alle Kinder. (mehr)
Ehrenamt
Ehrenamtliches Engagement als verbindendes Element der Bürgerschaft. Anerkennungskultur für freiwillig geleistete Arbeit muss von allen gesellschaftlichen Gruppen verinnerlicht werden. Ehrenamtsbörsen auch an Schulen und in Jugendhäusern. (mehr)
Vereine
Transparente Regeln der Vereinsförderung und verlässliche Rahmenbedingungen für ein langfristiges Engagement. Vereinsübergreifende Kooperationen führen zu Synergien und effizienter Nutzung städtischer Räumlichkeiten. (mehr)
Kommunale Sportpolitik
Förderung und Anerkennung des ehrenamtlichen Engagements in Vereinen zugunsten des Breitensports. Vereinssport als wichtiger Baustein zur Integration. Erhalt und Ausstattung der schulischen Sportstätten müssen gesichert bleiben. (mehr)
Freiwillige Feuerwehren
Gefahrenabwehr, Rettung und Schutz durch die freiwilligen Feuerwehren kann nur dann auf hohem Niveau gesichert sein, wenn auch der Selbstschutz der Retter durch hochwertige Ausstattung gewährleistet ist. (mehr)
Kommunale Kulturpolitik
Die Kulturförderung sollte integraler Bestandteil der Kommunalpolitik sein und muss von überproportionalen Kürzungen bei Haushaltssanierungen verschont bleiben. Privates Mäzenatentum kann und soll auch im Kleinen beginnen. (mehr)
Tourismus
Waiblinger Tourismuspolitik darf nicht an den Stadtgrenzen halt machen: Verflechtung mit dem Umland statt Insellösungen. Erschließung des Markts für Tagungen und Kongresse. Waiblingen als „Hauptstadt und Herz des Remstals“. (mehr)